What I did last year

April 30, 2009

So I handed in my Diplom thesis last week, five days ahead of schedule! It was actually due today. This means that exactly twelve months have gone by since I joined the Institut für Kern- und Teilchenphysik (IKTP) to do elementary particle research. Because it has been such an amazing year, I can’t help but reminisce a little.

The Diplom thesis marks the end of a five year university course in physics. Unlike other majors, physicists get a whole year for it because that’s how long it typically takes to get acquainted with a topic, do meaningful research and write it all down. For me it was the best year out of the five and a half I’ve spent in university. That’s because the IKTP is an awesome place to work at. Mostly however I’m glad they managed to hire Dominik Stöckinger as a professor for particle theory. Because that meant I didn’t have to become an experimentalist :). Dominik has been a great mentor and is probably partially responsible for my decision to carry on with research after my degree.

Looking at the log of my revision control system, here’s how I’ve mostly spent my time:

  • Studying Quantum Field Theory and Supersymmetry: 3 months
  • Learning Mathematica and related software: 1 month
  • Preparing and teaching the Quantum Field Theory tutorial: 2 months
  • Writing applications for PhD programmes and scholarships: 1 month
  • Vacation (in total): 1 month
  • Doing the actual research: 2 months
  • Visiting the DPG Spring Conference: 1 week
  • Writing down the thesis: 6 weeks
  • Printing, binding, handing in thesis and partying: 1 week

Here are some mostly unrelated thoughts and insights from the past year:

  • It feels like I’ve learned more Physics in this one year than I have in the four years before. This might not actually be true. All I know is I have gained an enormous amount of insights. Actually being able to understand what the professors are talking about is gives me lots of satisfaction. Being able to ask semi-smart questions even more.
  • The reason why I think I learned so much is the environment. I realized that I don’t get much from lectures and even tutorials aren’t that effective for me. Sharing an office with other Diplom and PhD students, however, as well as the numerous discussions with professors were much more insightful. Teaching a tutorial has also helped a lot because I was forced to work out every detail myself. But since I co-taught it with someone else, I also got to discuss the problems verbally a lot.
  • Mathematica is a great language. It borrows a lot from other functional and pattern-matching languages such as Lisp or Haskell. The notebook interface is a bit hard to get used to at first, especially as a software developer. In the end it’s quite alright, I guess, even though sometimes “using it still feels like unprotected sex with an HIV positive, nobel prize winning hooker that looks like Meatloaf“.
  • Even though they do a lot of software development, many scientists are lousy developers. Commenting is typically unheard of (unless it’s for commenting out code, then it’s used way too often) and only well-organized collaborations seem to use version control and enforce coding standards. Most code is written so that they understand it (maybe), but rarely written so that other people can work with it (which will eventually happen once you have students work for or with you, for instance).

Religion und Freiheit

April 22, 2009

Nach einer kleinen Diskussion zum Thema Relgionsunterricht auf Twitter habe ich das Bedürfnis, meine Gedanken ein wenig zu sortieren. Ein Blogartikel scheint mir die geeignete Form zu sein. Die meisten meiner gestarteten Blogeinträge sind bislang im Draft-Nirvana geendet. Vielleicht schaffe ich es ja, diesen hier zu Ende zu bringen :).

In Berlin steht am Wochenende ein Volksentscheid zum Thema Religionsunterricht an. Bislang gibt es für alle Schüler das Fach “Ethik” als Pflicht. In dem Volksentscheid geht es darum, Schülern die Wahl zwischen Ethik und Religion zu ermöglichen. Wie so oft in der deutschen Politik ist leider die Diskussion zu diesem Thema rein von Ideologie und so gar nicht von Pragmatismus getrieben. Gerade in puncto Religion scheinen gewisse Parteien so fürchterlich verunsichert zu sein, dass eine sachliche Behandlung der Dinge kaum mehr möglich erscheint.

Integration

Betrachten wir den Fall einmal. Eine nicht unerhebliche Anzahl Berliner Bürger (genug, um einen Volksentscheid ins Leben zu rufen) möchte gerne die Wahl zwischen Ethik und Religion in der Schule sehen. Warum möchten SPD und Linke ihnen diese Wahl verweigern? Als Argument wird meist die Integration genannt und die fatalen Folgen für die Integration, die diese Wahlmöglichkeit hätte. Nicht, dass es um die Integration in Deutschland momentan gut bestellt wäre und es um die Zerstörung eines Erfolges ginge, denn das ist nun wirklich nicht der Fall.

Nennen wir  das Kind doch endlich mal beim Namen. Es geht doch um den Islamunterricht, vor dem die Leute so panische Angst zu haben scheinen. Man fürchtet wohl eine Isolation der Muslime in Deutschland, weil sie sich alle in den islamischen Religionsunterricht flüchten. Und paff, die Integration ist dahin! So ist einfach ist es zum Glück nicht. Denn mit dem Integrationsproblem ist ja nicht die Isolation gemeint. Im mulit-kulti Berlin ist das sowieso eh nicht das Problem: Murat und Christian spielen schon längst zusammen im selben Fußballverein und verknallen sich in die selben Mädels (trotz Unterschiede in der Religion).

Das Problem ist doch die geringe Qualifizierung der Migrantenkinder. Und bislang hat der Zwang zu Ethik die Zahl der Schulabschlüsse in diesem Teil der Gesellschaft nicht zu heben vermocht. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass eine zusätzliche Wahlmöglichkeit die Zahl noch weiter nach unten drückt. Ich lasse mich allerdings durch Erfahrungswerte gerne belehren. Von reinen Spekulationen halte ich aber nichts.

Religion = suspekt

Noch ein weiteres Kind sollte beim Namen genannt werden. Es ist schwer zu verkennen, dass heutzutage immer weniger Leute religiös sind. Das ist prinzipiell kein Problem, allerdings scheint es mir so, dass von Seiten der Atheisten (man verzeihe mir die Benutzung dieses Wortes als Sammelbegriff für alle Nicht-Religiösen) ein immer größeres Misstrauen den Religionen entgegengebracht wird. Gerade beim Islam geht die Furcht vor religiösem Fundamentalismus um. Aber auch den anderen Kirchen ist man suspekt gegenüber eingestellt und möchte die Kinder lieber vor den Fängen dieser authoritären Organisationen fernhalten.

Diese Voreingenommenheit macht eine sachliche Diskussion nahezu unmöglich. Nicht nur das, ich finde es regelrecht anmaßend, den Religionsunterricht mit einer weltanschaulichen Indoktrination gleichzusetzen. Ich habe manchmal wirklich das Gefühl, dass die Gegner des Religionsunterrichts noch nie in den Genuss gekommen sind, einen selber besucht zu haben. Außerdem scheint gerne vergessen zu werden, dass der Religionsunterricht wie jedes andere Schulfach auch, einen Lehrplan bekäme. Im Übrigen stört die einseitige Sichtweise, denn auch der Ethik-Lehrer könnte seinen Unterricht zur Indoktrination dieser oder jener Weltanschauung benutzen.

Freiheit

Ein Bestandteil des Ethiklehrplanes ist doch sicherlich die Toleranz. Nun, wo bleibt die Toleranz gegenüber denen, die religiös sind und auch so ausgebildet werden wollen? Und überhaupt, indem wir den Muslime wie Christen die Möglichkeit zu konfessionellem Religionsunterricht geben, schaffen wir nicht eine viel größere Gleichbehandlung und Ebenbürtigkeit? Ist das nicht am Ende ein viel größerer Beitrag zur Integration, wenn diese Leute in die Gesellschaft eingebunden statt marginalisiert werden?

Diese Fragen sind wirklich ernst gemeint, denn ich weiß es auch nicht. Aber ich möchte denen, die es probieren wollen, den Versuch nicht verwehren. Das bedeutet nämlich das Zugeständnis einer Freiheit, die es momentan nicht gibt. Es ist die Freiheit, seine Weltanschauung ohne Einmischung des Staates leben zu können, insbesondere in der Ausbildung. Friedrich II. hat diese Freiheit meiner Meinung nach am schönsten formuliert:

Jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Schade, dass sich einige Berliner an diese Freiheit ihres Stammlandes Preußen nicht mehr erinnern. Stattdessen nimmt man lieber Anleihen an der Gleichmacherei eines viel dunkleren Kapitels der ostdeutschen Geschichte. Schade.

I know people have been eagerly waiting for an updated version of my Zope 3 book, Web Component Development with Zope 3. While the first edition targeted Zope 3.0, the second and third are targetting Zope 3.3, a release that is several years old now. Since then, Zope 3 technologies like the Component Architecture have equally found adoption among the Plone project and hatred among the rest of the Python web developers. Time then for an update of the most popular Zope book, right?

There were some original plans to base the fourth edition on Grok, the upstart project within the Zope world. With its developer-friendly attitude and pragmatism, it seemed like a viable path out of the Zope 3 complications. With the advent of Zope 4, however, this has completely changed. Zope 4 certainly makes Grok look old and used. Grok is so 2008 now. That’s why I’m happy to announce that the next edition of my book will target Zope 4:

cover4th

I’m also happy to announce that the book will be available soon! Writing the 4th edition really was a breeze, thanks to Zope 4’s completely non-enterprisey approach, the adoption of interfacelets (which allow you to write the generally disliked Zope interfaces with much less code in much less time), and the automatic componentizer which turns any Spaghetti code (e.g. a Django webapp) into nice reusable components. Zope 4 also fixes some mistakes that were made in Zope 3, for instance by bringing back proven Zope 2 technologies such as DTML and Acquisition. This sped up the writing of the 4th edition tremendously as well, as I was able to simply cobble the relevant chapters together from all those $4.99 Zope 2 books on Amazon.

Right now I’m just finishing the last chapter. It’s about the Zope Stallion, a feature that was introduced to compete with the Django Pony. After this it shouldn’t take long for the book to go into print. I think Amazon will even be taking your preorders soon, so act … uhm … soon!

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